Studium im Ausland

Auslandsstudium
Auslandspraktika

Auslandsstudium

Das rechtswissenschaftliche Studium im Ausland ist eine gewinnbringende Möglichkeit der Zusatzqualifikation, der wissenschaftlichen Vertiefung des Studiums und der Verbesserung von Fremdsprachenkenntnissen. Ein bis drei im Ausland absolvierte Semester können bei der Berechnung der Semesterzahl bei Freiversuch (§ 22 JAPrO, „Freischuss“) und verbesserungsfähigem Versuch (§ 23 JAPrO) unberücksichtigt bleiben (Unschädlichkeit der Auslandssemester für Freiversuch und verbesserungsfähigen VersuchExterner Inhalt). Bei der Berechnung der Fachsemesterzahl werden Auslandssemester (= “Urlaubssemester“) unter bestimmten Voraussetzungen (MerkblattExterner Inhalt) nicht mitgerechnet. Darüber hinaus können im ausländischen Recht absolvierte Prüfungsleistungen als Pflichtleistungen anerkannt werden (Anerkennung ausl. Leistungsnachweise und  Anerkennung ausl. Leistungsnachweise Hinweise zur Antragstellung etc.). Der Zeitpunkt des Auslandsaufenthalts richtet sich gegebenenfalls nach den Vorgaben von Austauschprogrammen sowie dem Angebot der aufnehmenden Hochschule im Ausland, ist im übrigen aber individuell bestimmbar. Grundsätzlich geeignet ist der Zeitraum nach bestandener Zwischenprüfung, spätester Zeitpunkt für die Rückkehr ist das vorletzte Semester vor der Staatsprüfung.

Es gibt zahlreiche Möglichkeiten der Durchführung eines Auslandsaufenthalts:

  • Das ERASMUS-Programm bietet die Möglichkeit des Auslandsstudiums an europäischen Partneruniversitäten, das durch ein Stipendium gefördert wird.
  • Das Akademische Auslandsamt der Universität und mehrere Fakultätsbeauftragte informieren über zahlreiche Austauschprogramme mit Partneruniversitäten weltweit; meist wird das Auslandsstudium durch Studiengebührenerlass gefördert.
  • Zuletzt ist auch die direkte Bewerbung bei ausländischen Hochschulen möglich. Weder die Streichung der Auslandssemester bei der Berechnung der Semesterzahl für Freiversuch (8) oder verbesserungsfähigen Versuch (10) noch die Anerkennung von im ausländischen Recht erbrachten Studienleistungen sind davon abhängig, dass der Auslandsaufenthalt im Rahmen eines Austauschprogramms absolviert wurde. Es liegen daher kaum Beschränkungen hinsichtlich der Durchführung eines ein bis drei Semester umfassenden Auslandsstudiums vor.
  • Zu Förderungsmöglichkeiten durch den DAADExterner Inhalt

Die Vorbereitung(szeit) auf ein Auslandsstudium hängt sehr vor den im einzelnen geltenden Sprachanforderungen und Bewerbungsfristen ab. Beachten Sie daher die jeweiligen Ausschreibungstexte. Der Vorbereitung dient der Besuch von fremdsprachigen rechtswissenschaftlichen Veranstaltungen und Fremdsprachenkursen.

Anerkennung von Prüfungsleistungen: Während eines Auslandsstudium absolvierte Prüfungsleistungen können zum Teil als Zulassungsvoraussetzungen zur Staatsprüfung (§ 9 Abs. 2, Abs. 5 JAPrO oder als Studienarbeit (=Teil der Universitätsprüfung im Schwerpunktbereich) in Heidelberg anerkannt werden. Das anerkannte Auslandsstudium ersetzt zudem den "Grundlagenschein II". Lesen Sie hierzu bitte:


Auslandspraktika

Des weiteren können Pflichtpraktika auch im Ausland absolviert werden, § 5 JAPrO:
"(1) Während der vorlesungsfreien Zeit nehmen die Studierenden mindestens drei Monate lang an praktischen Studienzeiten teil.
(2) Die praktischen Studienzeiten können bei allen Stellen im In- und Ausland abgeleistet werden, die geeignet sind, den Studierenden eine Anschauung von praktischer Rechtsanwendung zu vermitteln.
(3)…, (4)…"

Weitere Informationen: Merkblatt des Landesjustizprüfungsamts zum Pflichtpraktikum.

Verantwortlich: E-Mail
Letzte Änderung: 22.12.2015
zum Seitenanfang/up