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HRG e.V. Veranstaltungen

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Buchpräsentation Dr. Michael Kunze „Rudolf von Jhering - Das unsichtbare Recht“

Der promovierte Jurist, Historiker und Philosoph Michael Kunze ist für seine Liedertexte (z. B. »Griechischer Wein«) und als Librettist international erfolgreicher Musicals (»Elisabeth«, »Tanz der Vampire« und »Rebecca«) bekannt. Er hat sich auch als Rechtshistoriker und Sachbuchautor einen Namen gemacht. Nach jahrzehntelanger Forschung legt er nun die Lebensgeschichte Rudolf Jherings vor. Für seine Arbeiten zu Jhering wurde Kunze 2016 mit der Brüder-Grimm-Medaille der Göttinger Akademie der Wissenschaften ausgezeichnet.

Rudolf Jhering (1818-1892) war einer der einflussreichsten Denker des 19. Jahrhunderts. Drei Jahrzehnte lang hat Michael Kunze an der Biographie über das Leben und Werk eines Mannes, der das Recht neu, jenseits von Gott, Gewissen und Gesetzbüchern, dachte, gearbeitet. Inspiriert vom Siegeszug der Naturwissenschaften suchte Jhering nach einer wissenschaftlichen Begründung des Rechts. Er verstand das Recht als Produkt historischer Erfahrungen und gesellschaftlicher Überzeugungen - das Recht unterliege dem Wandel wie die Gesellschaft selbst. Seine Vorstellung eines unsichtbaren Rechts bildete einen Gegenentwurf zum Positivismus seiner Zeit.

Michael Kunzes Buch stellt Jherings Ideen in den Kontext seiner Epoche und seines bewegten Lebens dar. Geschildert wird ein Gelehrter, der das Recht als lebendigen Ausdruck des kollektiven Bewusstseins begriff - und auch heute nachwirkt. Die noch heute aktuelle zentrale Frage ist: Gibt es ein über den Gesetzen stehendes Recht?

Termin: Mittwoch, den 04. Februar 2025, 19.15 Uhr  

Ort: Bibliothekssaal des Instituts für geschichtliche Rechtswissenschaft, Friedrich-Ebert-Platz 2, 69117 Heidelberg. 

Im Anschluss an den Vortrag soll wie gewohnt ein kleiner Umtrunk stattfinden. Der Eintritt ist natürlich frei und Gäste sind herzlich willkommen. Wir freuen uns darauf, Sie bei dem Vortrag wiederzusehen!  

Geplante Veranstaltungen

Näheres folgt in Kürze.

Vergangene Veranstaltungen

„Das Deutsche Notgeld (1919-1931) – unter besonderer Berücksichtigung der Heidelberger Verhältnisse“ - Vortrag von Frau Dr. Dorothee Mußgnug (Heidelberg)

In einem Abendvortrag am 25. Juni wird die Heidelberger Historikerin Dr. Dorothee Mußgnug über das „Notgeld“ in der Zeit der großen Inflation vor hundert Jahren berichten:

Während der großen Inflation vor gut hundert Jahren war das Wirtschaftsleben in Deutschland nur mithilfe von „Notgeld“, also durch nicht von der Reichsbank ausgegebene Ersatzzahlungsmittel, aufrechtzuerhalten. Aufgrund der permanenten Geldentwertung wurde in immer kürzeren Zeiträumen neues Geld benötigt. Das Bedürfnis nach Notgeld war so groß, dass dem Reichsfinanzminister die eigentlich geforderte Kontrolle nicht mehr möglich war. Große Firmen und auch Städte druckten ihr eigenes Notgeld. Die Umrechnung auf den täglich zu aktualisierenden Wert war herausfordernd.

Mit der Einführung der Rentenmark 1923, die – zunächst gegen den Widerstand der Reichsbank geplant aber schließlich doch verordnet wurde –, kam Deutschland aus diesem Dilemma heraus. Das Notgeld zirkulierte jedoch noch solange weiter, bis genügend „Rentenmarkscheine“ zur Verfügung standen.

Der Vortrag zeigt die Schwierigkeiten auf, die mit der Ausgabe, der Wertstellung und der Einlösung von Notgeld verbunden waren.

Dr. Dorothee Mußgnug, seit Jahren engagiertes Mitglied der HRG, studierte Geschichte, Politische Wissenschaft und Öffentliches Recht in Heidelberg, Freiburg und Hamburg. Dem Heidelberger Publikum ist sie ein fester Begriff durch ihre Veröffentlichungen zur Heidelberger Universitätsgeschichte und durch die Edition juristischer Briefwechsel (Mittermaier; Schmitt – Forsthoff; Kunkel – Levy), aber auch durch ihre Mitarbeit am Repertorium der Policeyordnungen.

Termin: 13.01.2026

Ort: Bibliothekssaal des Instituts für geschichtliche Rechtswissenschaft, Friedrich-Ebert-Platz 2, 69117 Heidelberg.

Im Anschluss an den Vortrag soll wie gewohnt ein kleiner Umtrunk stattfinden. Der Eintritt ist frei.

Buchpräsentation Prof. Dr. Klaus-Peter Schroeder „Ehre, wem Ehre gebührt!" - Ehrenpromotionen an der Juristischen Fakultät der Universität Heidelberg

Heidelberger Schriften zur Universitätsgeschichte 12, Heidelberg 2025, 

201 Seiten, Hardcover, 36,00 €, ISBN 978-3-8253-9639-8

Diese Buchvorstellung fand in Kooperation mit der Heidelberger Rechtshistorischen Gesellschaft ab 18 Uhr c.t. im Heidelberger Universitätsarchiv (Akademiestraße 4-8) statt.