Lehre - Wintersemester 2018/19

Die Materialien zu den Veranstaltungen finden Sie hier.

 

Lehrveranstaltung: Einführung in die Rechtswissenschaft
Dozent: Prof. Dr. Christian Baldus
Zeit und Ort: im Block 16./18.10.2018, NUni NAula / HS 13
Beginn: Dienstag, 16.10.2018
0,3 SWS Pflichtveranstaltung
Zielgruppe: 1. Semester
Vorkenntnisse: Keine
Kurzkommentar: Der Kurs will Studienanfängern eine erste Vorstellung vom Recht als Kunst akzeptanzfähiger Entscheidung geben und damit zugleich auf den Umgang mit typischen Schwierigkeiten im Studium vorbereiten, angefangen bei den gegenüber der Schule deutlich erhöhten Anforderungen an Intensität, Selbständigkeit und Organisation des Lernens. Eine Dialektik ist zentral: Im Recht ist vieles bereits sprachlich sehr technisch, doch dürfen Juristen nicht aus den Augen verlieren, welchen gesellschaftlichen Aufgaben die Technik dient. Präzise Argumentation führt an den Punkt, an dem aus den dogmatisch vertretbaren Lösungen die gesellschaftlich akzeptanzfähige ausgewählt wird. Auf die studentische Perspektive heruntergebrochen: Weiß ich, warum ich hier bin, und wie finde ich heraus, ob ich hier bleiben sollte?
Literaturhinweise: Braun, Einführung in die Rechtswissenschaft (4. Aufl. Tübingen 2011); Mahlmann, Konkrete Gerechtigkeit (4. Aufl. Baden-Baden 2018); Wesel, Juristische Weltkunde (14. Aufl. Frankfurt a.M. 2011).
Sonstige Hinweise: Es wird kein Anwesenheits- oder Leistungsnachweis erteilt.

 


 

Lehrveranstaltung: Römisches Recht
Dozent: Prof. Dr. Christian Baldus
Zeit und Ort: Donnerstag, 08.00 - 11.00 Uhr, NUni NAula
Freitag, 14.00 - 15.00 Uhr, NUni HS 14
Beginn: 08.11.2018 (ab dann teilverblockt auf 4 Stunden)
2+1 SWS Grundlagenveranstaltung
Zielgruppe: ab 1. Semester
Vorkenntnisse: Keine. Alle lateinischen Begriffe werden erklärt.
Kurzkommentar: Der Kurs verbindet ausgewählte Elemente des römischen Privatrechts (sog. Innere Rechtsgeschichte, hier aus: Eigentum, Delikt, Vertrag) mit einer näheren Einführung in die geschichtlichen Voraussetzungen, unter denen das römisches Recht entstanden ist (sog. Äußere Rechtsgeschichte einschließlich des Prozessrechts). Es geht um die Herausbildung juristischer Denkformen, der Figur des Juristen selbst sowie um die geschichtliche Bedingtheit, Begrenztheit und Offenheit jeden Privatrechts. Die verblockte Doppelstunde (Kernstunde) am Donnerstag enthält den Prüfungsstoff, die Einzelstunde am Freitag vertieft geschichtliche Voraussetzungen und schlägt Brücken zum BGB. Eine erläuterte Gliederung wird auf der Materialienseite veröffentlicht.
Literaturhinweise: Mathe, Geschichte des römischen Rechts, 5. Aufl. München 2016; Meder, Rechtsgeschichte, 6. Aufl. Köln 2018; Liebs, Römisches Recht, 6. Aufl. Göttingen 2004.
Sonstige Hinweise: 1. Ein Leistungsnachweis nach §§ 9 II Nr. 2, 3 I 2 JAPrO 2002 (Grundlagenschein I) kann im Wege einer Klausur erworben werden (11.02.2019, Montag nach Ende der Vorlesungszeit, 9.30 - 11.30 Uhr in HS 13). Keine Anmeldung erforderlich.
2. Vorbereitungsstunde mit Besprechung alter Klausuren am 08.02.2019, 14 - 16 Uhr in HS 14.
3. ERASMUS- und LL.M.-Studierende: Die Veranstaltung kombiniert Elemente aus Storia und Istituzioni di diritto romano. Prüfungsmodus: nur Teilnahme an der allgemeinen Klausur möglich.
4. Fachfremde Studierende: Teilnahme am Kurs ohne Anmeldung möglich; bei regelmäßiger Anwesenheit Teilnahmeschein; benoteter Schein: s.o. Bitte klären Sie rechtzeitig mit Ihrer eigenen Fakultät, welche Anerkennungsregeln bestehen.

 


 

 

Lehrveranstaltung: Römisches Privatrecht
Dozent: Prof. Dr. Christian Baldus
Zeit und Ort: Freitag, 08.00-11.00 Uhr, NUni HS 10
Beginn: 19.10.2018; weiter ab 09.11.2018; vom 11.01.2019 bis 08.02.2019 bis 12 Uhr
3 SWS Schwerpunktbereichsveranstaltung (SB 1) / Grundlagenveranstaltung
Zielgruppe: ab 5. Semester (spezifische Interessierte auch früher)
Vorkenntnisse: Römisches Recht; Anfängerübung Zivilrecht. Lateinische Begriffe werden erklärt.
Kurzkommentar: Das Römisches Privatrecht wird studiert, weil seine Problemdiskussionen den gemeinsamen Kern der heutigen kontinentaleuropäischen Privatrechte und juristischen Denkformen bilden. Die Vorlesung ruft die prozessuale, fallrechtliche und problemorientierte Struktur des Römischen Rechts in Erinnerung; sie behandelt näher die beiden Schwerpunkte Sachenrecht und Erbrecht. Eine Gliederung wird im Internet veröffentlicht.
Literaturhinweise: Manthe, Geschichte des römischen Rechts, 5. Aufl. München 2016, iVm Babusiaux, Wege zur Rechtsgeschichte: Römisches Erbrecht, Köln u.a. 2015. Bei Interesse an einer umfassend systematisierenden Darstellung: Knütel / Lohsse, Römisches Privatrecht, 21. Aufl. München 2016. Fremdsprachlich insb. Fernández Barreiro / Paricio, Fundamentos de Derecho Privado Romano, 9. Aufl. Madrid u.a. 2016. Weitere in der Vorlesung.
Sonstige Hinweise: 1. Ein Leistungsnachweis für Fortgeschrittene nach der Schwerpunktbereichsprüfungsordnung der Fakultät (Grundlagenschein II) kann im Wege einer Klausur erworben werden (11.02.2019, Montag nach Ende der Vorlesungszeit, 9.30 - 11.30 Uhr in HS 13). Anmeldung zur Klausur in der Vorlesung, Anmeldetermin wird mündlich angesagt.
2. ERASMUS- und LL.M.-Studierende sowie fachfremde Studierende sind willkommen. Fachfremde Studierende: Teilnahme am Kurs ohne Anmeldung möglich; bei regelmäßiger Anwesenheit Teilnahmeschein; benoteter Schein: s.o. Bitte klären Sie rechtzeitig mit Ihrer eigenen Fakultät, welche Anerkennungsregeln bestehen.
3. Studienarbeiten im SPB 1 können nachlaufend geschrieben werden.

 


 

Lehrveranstaltung: Seminar: Aktuelle Rechtsprechung des EuGH
Dozenten: Prof. Dr. Christian Baldus / Notarassessor Dr. Raff
Zeit und Ort: Donnerstag, 19.00 - 21.00 Uhr, FEPl. 016
Beginn: 18.10.2018
3 SWS Schwerpunktbereichsveranstaltung (SB 6)
Zielgruppe: ab 5. Semester
Vorkenntnisse: Vorlesungen Europarecht I und II; Anfängerübungen im Bürgerlichen Recht und Öffentlichen Recht; Lesekenntnisse des Französischen. Eine praktische Einführung in die Arbeitsweise des Gerichtshofs erfolgt in der ersten Stunde.
Kurzkommentar: Behandelt werden aktuelle EuGH-Entscheidungen und Schlussanträge aus verschiedenen prüfungsrelevanten Rechtsgebieten. Im Schwerpunkt sollen die Auslegung des Unionsrechts und dessen Zusammenspiel mit dem mitgliedstaatlichen Recht diskutiert werden.
Literaturhinweise: Allgemeine Literatur zum Unionsrecht, etwa Bieber u.a., Die Europäische Union. Europarecht und Politik (13. Aufl. Baden-Baden 2018). Weitere Hinweise in der ersten Stunde.
Sonstige Hinweise: 1. Zugelassen werden maximal 15 fortgeschrittene Studierende (auch Erasmus und LL.M.), Examenskandidaten und Doktoranden. Keine Teilnahme ohne Referat.
2. Studienarbeiten im SPB 6 können im Februar/März 2019 geschrieben werden.
3. Keine Sitzung am 13.12.2018. Voraussichtlich im Januar 2019 Exkursion zum EuGH.

 


 

Lehrveranstaltung: Europarecht I
Dozent: Prof. Dr. Christian Baldus
Zeit und Ort: Donnerstag, 16.00 - 18.30 Uhr, NUni HS 13
Beginn: 08.11.2018
2 SWS Pflichtveranstaltung
Zielgruppe: ab 3. Semester
Vorkenntnisse: Verfassungsrechtliche und zivilrechtliche Vorlesungen des ersten Studienjahres. Regelmäßige Lektüre einer qualifizierten Tageszeitung (Druckversion oder vollständiges E-Paper): Aktuelle politische Entwicklungen werden laufend erörtert.
Kurzkommentar: Die Europäische Union prägt immer weitere Bereiche der Rechtsetzung und Rechtsanwendung in Deutschland. Privat- und Wirtschaftsrecht und andere zentrale Materien sind ohne Europarecht nicht verständlich, auch für Examenszwecke nicht. Die Union selbst ist kein Staat, sondern weniger und mehr zugleich: Zweckverband funktioneller Integration (H.P. Ipsen) im Interesse der Privaten, weder allzuständig noch mit umfassenden eigenen Vollzugsinstrumenten, wohl aber mit dynamischen Kompetenzen vor allem zur Verwirklichung des Binnenmarktes ausgestattet. Im politischen Raum wird dies oft ignoriert.
Der erste Teil des europarechtlichen Grundkurses (im WS) beschreibt die Ziele der Union, namentlich rund um den Binnenmarkt, sowie die Institutionen und Verfahren, die diesen Zielen dienen. Vertieft werden außerdem die klausurrelevanten Verfahren vor dem Gerichtshof und aktuelle Fragen wie der "Brexit", Sicherheitsdiskurse und die differenzierte Integration.
Der Grundkurs II (SoSe 2019) setzt den gesamten Stoff des WS voraus und konzentriert sich auf die subjektiven Rechte der Unionsbürger.
Literaturhinweise: Bieber u.a., Die Europäische Union. Europarecht und Politik (13. Aufl. Baden-Baden 2018). Weitere in der Vorlesung. Jedenfalls anzuschaffen: aktuelle Textausgabe, etwa Bieber, Europarecht, neueste Auflage.
Sonstige Hinweise: Keine Vorlesung am 13.12.2018 - Eine Klausur findet nur für ERASMUS- und LL.M.-Studierende sowie Gutachtenbewerber statt, und zwar am 11.02.2019. Genaueres sowie Anmeldung im November 2018 in der Vorlesung.
Verantwortlich: E-Mail
Letzte Änderung: 04.10.2018
zum Seitenanfang/up